Nachhaltige Entwicklung und Gesundheitsförderung

Gemeinsame Umsetzung erst in den Anfängen

Am Weltkongress für Gesundheit und städtische Umwelt von 1998 in Madrid wurde vereinbart, das Rahmenprogramm der WHO "Gesundheit für Alle" und das "Lokale Agenda 21-Programm" zusammenzuführen und gemeinsam umzusetzen, insbesondere bei den ökonomischen, Umwelt-, Gesundheits- und sozialen Belangen. Dabei kommt den lokalen bzw. kommunalen Behörden eine Schlüsselrolle zu.

Der Schweizer Bundesrat hat am 25. Januar 2012 die Strategie Nachhaltige Entwicklung 2012 - 2015 verabschiedet. Zu den darin aufgeführten Massnahmen gehören die Verstärkung der Nachhaltigen Entwicklung in der Präventionspolitik und die Verankerung der Bildung für Nachhaltige Entwicklung im Bildungssystem.

Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren und verschiedene Bundesämter haben 2013 mit der Stiftung éducation21 ein nationales Kompetenzzentrum für Bildung für Nachhaltige Entwicklung geschaffen. In Kooperation mit éducation21 entwickelt RADIX ein nationales Schulnetzwerk Bildung für Nachhaltige Entwicklung.

Für Gemeinde und Städte bestehen in der Schweiz noch wenige Praxisbeispiele, die Nachhaltige Entwicklung und Gesundheitsförderung mit einander verbinden. Mögliche Ansatzpunkte dafür sind:

  • Strukturen und Anreize für Gemeinde und Städte mit Lokale Agenda 21-Prozessen, Gesundheitsförderung in den Prozess zu integrieren (und umgekehrt)
  • Förderung einer ressortübergreifenden Planung und Politik
  • Integration von Gesundheitsförderung in die Gemeinde- und Stadtplanung
  • Erweiterung der bestehenden Informationssysteme mit Modellen guter Praxis
  • Lancierung von Programmen und Diskussionsforen auf kantonaler oder regionaler Ebene zur Gestaltung gesundheitsförderlicher und nachhaltiger Lebens- und Umweltbedingungen.