Partizipative Methodenentwicklung

Die HIV- und STI-Prävention bei schwulen Männern, insbesondere in der Szene im Raum Zürich, muss dringend weiterentwickelt und optimiert werden. Davon ausgehend hat das Bundesamt für Gesundheit RADIX als Fachorganisation im Bereich Partizipation in der Gesundheitsförderung und Prävention mit der Konzipierung und Umsetzung eines Vorprojektes beauftragt. Ziel war es, in Kooperation mit 360Plus die Machbarkeit eines partizipativen Ansatzes zu prüfen und ein Konzept für die Umsetzung ab 2012 zu erarbeiten.

 

Die Studie liegt nun vor und wird auf Anfrage abgegeben.

  • Abstract
    Die vorliegende Studie ist ein Vorprojekt im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit BAG. Ziel war eine Grundlage zu erarbeiten, um zu entscheiden ob und wie die HIV- und STI-Prävention partizipativ mit der Zielgruppe der Männer der Schwulenszene Zürich optimiert und weiterentwickelt werden kann. Anhand von theoretischen Grundlagen und acht empirischen Einzelinterviews mit Männern aus der Zielgruppe sowie dem Austausch mit Fachpersonen werden drei Varianten vorgeschlagen: Die "exklusivitätsorientierte", die "individuumsorientierte" sowie die "netzwerkorientierte" Partizipation. Bei der ersten Variante soll mit einer ausgewählten Gruppe in einer speziellen Umgebung über Fragen rund um die HIV- und STI-Prävention nachgedacht, Ideen entwickelt und Vorschläge erarbeitet werden. Die zweite Variante will Männer aus der Szene in die Präventionsarbeit involvieren und mit ihnen Methoden, Modelle und Zugänge entwickeln und umsetzen, um einzelne, bisher von der Prävention zu wenig erreichte Männer aus der Szene besser zu erreichen. Die dritte Variante will im kleinen Rahmen niederschwellig bestehende soziale Netzwerke für Gesundheitsthemen rund um HIV und STI nutzen und fördern. Nach einem Entscheid vom BAG sollen 2012 diese Projekte nun konzipiert und umgesetzt werden.