Umsetzungsbeispiele

Es gibt zahlreiche Angebote und Projekte der Frühen Förderung, der Gesundheitsförderung und Prävention, die sich entweder an die gesamte Bevölkerung richten oder gezielt an Familien mit besonderen Bedürfnissen, insbesondere an Familien mit Migrationshintergrund.
Gerade im Frühbereich, vor der obligatorischen Kindergarten- und Schulzeit, werden die Familien, die es eigentlich am nötigsten hätten, oft ungenügend erreicht.


Im Rahmen des Nationalen Programms Migration und Gesundheit wurden zur Verbesserung der Erreichbarkeit von Familien mit Migrationshintergrund die folgenden Bedarfsanalysen durchgeführt:

Bedarfsanalyse Migration und Mütter-Väterberatung im Kanton Baselland

Bedarfsanalyse migrationsgerechte Gesundheitsförderung und Prävention im Kanton Solothurn 


Im Anschluss an die RADIX-Starthilfe "Projektklärung vor Ort" wurden in der Gemeinde Hombrechtikon folgende Massnahmen im Frühbereich umgesetzt:

Projekt "Frühe Förderung, Hombrechtikon"

Als Ausgangspunkt wurde eine Bestandesaufnahme und Kategorisierung der Angebote im Frühbereich vorgenommen. Im Rahmen eines Workshops tauschten anschliessend die Fachpersonen Ihre Erfahrungen bezüglich der Erreichbarkeit von Familien mit besonderen Bedürfnissen, insbesondere Migrationsfamilien aus, bekannte und bestehende sowie auch nötige zusätzliche Massnahmen wurden gesammelt und dokumentiert. Anschliessend wurden die Ergebnisse des Workshops durch einheimische Eltern und Eltern aus ausgewählten Migrationsgruppen vertieft und konkretisiert.

Gestützt auf die Ergebnisse der vorangegangenen Arbeitsschritte wurde im Rahmen einer Synthese durch die Arbeitsgruppe "Frühe Förderung Hombrechtikon" unter der Leitung des Gemeindepräsidenten ein Massnahmenplan erstellt. Aufgrund dieser Vorarbeiten hat der Gemeinderat im Sommer 2014 beschlossen, mehr in die Frühe Förderung zu investieren. Insbesondere sollen die vorhandenen Angebote auch bei zugezogenen Ausländerfamilien bekannt gemacht werden, damit die Kinder besser als bisher auf den Kindergarten vorbereitet sind. Zudem soll das "Eltern-Kind-Zentrum" in Hombrechtikon zur Drehscheibe werden, die alle vernetzt: den Kinderarzt, die Logopädin, die Spielgruppenleiterin…

Der Antrag zur Umsetzung wurde von der Gemeindeversammlung im September 2014 angenommen.