Altersfreundliche Quartiere durch Quartierbegehungen

Ältere Menschen sollen in Schaffhausen möglichst lange zuhause in ihrer gewohnten Umgebung leben können. Altersfreundliche Quartierstrukturen mit Einkaufsgelegenheiten, niederschwelligen Unterstützungsangeboten, sicheren Gehwegen und Bewegungsmöglichkeiten helfen mit, das Ziel zu erreichen. Gemeinsam mit Altersverantwortlichen in der Verwaltung erarbeitete die Stabsstelle Quartierentwicklung das Konzept Quartierbegehungen.

Eine erste Begehung mit rund 100 älteren Schaffhauserinnen und Schaffhausern fand im Herbst 2014 statt. Die Stadtverwaltung wertete die Ergebnisse aus und machte sie an einer Veranstaltung allen Beteiligten zugänglich. Bereits resultierten erste Massnahmen wie zusätzliche Sitzbänke und regelmässige gesellige Anlässe für ältere Menschen im betreffenden Quartier. Bis 2018 führt die Stadt 5 weitere Quartierbegehungen durch.

Auch das Potential der Älteren zur Selbsthilfe wird berücksichtigt. Zusätzlich planen die Projektträger ausdrücklich die Bedürfnisse von fragilen Betagten, Armutsbetroffenen, sozial Isolierten sowie von Migrantinnen und Migranten in Erfahrung zu bringen.

Weitere Informationen: simon.stocker@stsh.ch

Laudatio (Auszug)

Schaffhausen steht dafür ein, seinen Bewohnern eine lebenswerte Stadt zu sein. Das Projekt "Altersfreundliche Quartiere" richtet sich dabei an eine ganz bestimmte Bevölkerungsgruppe, deren Bedeutung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch zunehmen wird. Das Beispiel aus Schaffhausen ist für die Jury ein Modell, das auch andere Städte und Gemeinden interessieren könnte. Es ist zudem kein teures Projekt und es gibt mit einer Art "Public Private Partnership" auch Hinweise auf alternative Finanzierungsmöglichkeiten.

Renate Amstutz, Direktorin Schweizerischer Städteverband

Laudatio (pdf)