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SchoolMatters




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1. Juli 2021 | Simone Walker, RADIX Schweizerische Gesundheitsstiftung

07 Mobbing? – Nicht in unserer Schule!

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© Volksschulgemeinde Eschlikon

7.6 Weiterführende Links, Materialien, Literatur

Präventionsprogramme

 MindMatters

Das Präventionsprogramm «MindMatters» fördert die überfachlichen Kompetenzen durch sozial-emotionales Lernen und ermöglicht dadurch die Ausbildung einer konstruktiven Arbeitshaltung und den Aufbau starker Beziehungen zwischen den Schüler:innen und ihren Lehrpersonen. Soziales und emotionales Lernen haben dabei eine (indirekte) Wirkung auf die Prävention von Mobbing in Schulen. Wirkfaktoren sind zum Beispiel die Veränderung von Einstellungen, ein förderliches Verhalten, der konstruktive Umgang mit Problemen und emotionalem Stress sowie die Bereitschaft zu schulischer Leistung. Weitere Informationen unter www.mindmatters.ch.

Initiative gegen Mobbing

Das Pilotprojekt «Initiative gegen Mobbing» hat zum Ziel, ein gutes Schulklima zu fördern, gegen Mobbing zu sensibilisieren, Anzeichen früh zu erkennen sowie umsichtig und kompetent zu handeln. Es basiert auf den Ansätzen von Gesundheitsförderung/Prävention, wobei das vorliegende Handbuch «SchoolMatters», die MindMatters-Unterrichtsmodule «Freund:innen finden, behalten und dazugehören» und «Mobbing? Nicht in unserer Schule!» sowie Früherkennung & Frühintervention von Mobbing die Grundlage bilden.

Die anonyme Meldeplattform ist ein weiterer, wichtiger Teil der «Initiative gegen Mobbing» und ist ein Angebot von 147.ch. Mittels dieser Plattform können alle Schüler*innen, deren Schule Teil des Pilotprojekts ist, eine Meldung machen, wenn sie bei einem anderen Kind Mobbing vermuten. Die Meldung ist anonym, d.h. der/die Schüler:in, welche/r die Meldung macht, gibt nur den Namen und die Klasse des betroffenen Kindes an. Den eigenen Namen muss der/die Schüler:in nicht angeben. Dies ermöglicht es ihnen, Mobbing angstfrei aufzudecken – seien sie nun selber betroffen von Mobbing oder seien sie Mitläufer:innen oder Zuschauende. Die Meldung gelangt dann an die Schulsozialarbeiter:n oder an eine andere dafür geschulte Schulakteur:in, die ihrerseits gemäss einem Handlungsleitfaden die nächsten Schritte einleitet. Weitere Informationen unter Initiative gegen Mobbing

 

Abbildung: Initiative gegen Mobbing – Visualisierung der unterschiedlichen Ansatzebenen (Entwurf)

7.6 Initiative Gegen Mobbing

Das Berner Mobbing-Präventionsprogramm «Be-Prox»

Im Zentrum des Anti-Mobbing-Programms «Be-Prox» steht die Lehrperson, deren Handlungsmöglichkeit erweitert werden soll. Da Mobbingmuster durch eine Verstärkungskultur von Mitläufer:innen und stillschweigender Duldung in der Klasse gefördert werden, kommt es darauf an, diese Verstärkungskultur zu unterbinden. Das ist in erster Linie Aufgabe der Lehrpersonen, die das Thema Mobbing in der Klasse enttabuisieren sollen. Folgende Ziele werden im Einzelnen verfolgt:

  • Sensibilisierung der Lehrpersonen für Mobbingphänomene
  • Entwicklung von Handlungsstrategien zur Umsetzung in der Klasse
  • Intensivierung der Elternbindung

feel-ok.ch

Jugendliche können sich selbstständig mit Inhalten zu Gewalt- oder Suchtprävention (Cannabis, Tabak, Alkohol) sowie Umgang mit Stress, Medien oder Stärkung eines gesunden Selbstvertrauens auseinandersetzen.

Für Lehrpersonen stehen Arbeitsblätter, interaktive Methoden, Angebote und ein Umfrage-Tool zur Verfügung.

Schulen, die Früherkennung und Frühintervention einführen wollen, finden zudem Antworten auf häufige Fragen, Praxisbeispiele und Beschreibungen zu möglichen Prozessen.

Für Schulen

Für Erziehende und Eltern

Zum Thema Cybermobbing

Alsaker, F.D. & Olweus, D. (2002). Stability and change in global self-esteem and self-related affect. In: Brinthaupt T.M. & Lipka, R.P. (Hrsg.). Understanding early adolescent self and identity: Applications and interventions. Albany, NY. State University of New York Press, S. 193–223.

Alsaker, F. D. (2003). Quälgeister und ihre Opfer. Mobbing unter Kindern – und wie man damit umgeht. Bern: Verlag Hans Huber.

Alsaker, F.D. & Kauer, M. (2004). Mobbing? Ohne uns! Leporello für Eltern. Bern: Schulverlag.

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Alsaker, F.D. (2017). Mutig gegen Mobbing in Kindergarten und Schule. 2., unv. Aufl., Bern: Hogrefe Verlag.

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Kasper, H. (2010). Schülermobbing – tun wir was dagegen. Der Smob-Fragebogen mit Anleitung und Auswertungshilfe und mit Materialien für die Schulentwicklung, Aol im Persen Verlag. 

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Schubarth, W. (2013). Gewalt und Mobbing an Schulen: Möglichkeiten der Prävention und Intervention. Stuttgart: Kohlhammer Verlag.

Schweizerische Kriminalprävention (SKP) (2017). Cybermobbing: Alles, was Recht ist. Informationen zum Thema Cybermobbing und dessen rechtlichen Rahmenbedingungen. 2. Aufl., Bern. Online verfügbar hier.

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Wachs S. (2016). Mobbing an Schulen: Erkennen – Handeln – Vorbeugen. Stuttgart: Verlag W. Kohlhammer.

Wallner, F. (2018). Mobbingprävention im Lebensraum Schule. Özeps. Wien: Digitales Druckzentrum Renngasse.

ZHAW – Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Fachgruppe Medienpsychologie (Hrsg.) (2016). Factsheet Cybermobbing. Zahlen und Fakten aus der Forschung. Zürich: ZHAW. Online verfügbar hier.