Rapport annuel 2025
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Die Fachstelle liebesexundsoweiter bietet sexualpädagogische Einsätze in Volks-, Mittel- und Berufsfachschulen im Kanton Zürich wie auch im stationären Bereich für Jugendliche, Fachberatung und Coaching für Lehrpersonen, Weiterbildungen für Fachpersonen im Schul- und Jugendbereich, Elternabende, Ausleihe eines Verhütungsmittelkoffers sowie persönliche Beratung zu Fragen rund um die Sexualität für Jugendliche und deren Bezugspersonen. Die Beratungen sind kostenlos und vertraulich, auf Wunsch auch anonym. Ziel der persönlichen Beratung und der sexualpädagogischen Angebote ist es, neue Infektionen mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen zu verhindern und junge Menschen zu einem selbstverantwortlichen Umgang mit ihrer Sexualität zu befähigen.
Liebesexundsoweiter leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung der sexuellen Gesundheit im Kanton Zürich. Als Fachstelle erhält liebesexundsoweiter finanzielle Unterstützung über die Bildungs- und Gesundheitsdirektionen des Kantons Zürich.
Ein Schwerpunkt der Fachstelle liegt auf den Einsätzen in sämtlichen Berufs- und Mittelschulen des Kantons. Im Jahr 2025 umfasste dies 614 Berufs- und 180 Mittelschulklassen. Hinzu kamen 124 Oberstufenklassen, 82 Primarschulklassen und vierzig Privatschulen und Jugendeinrichtungen innerhalb des Kantons Zürich. Insgesamt wurden damit 18’945 Kinder und Jugendliche während 3’047 Lektionen in sexueller Gesundheit unterrichtet.
2025 stellte die Plakatkampagne von liebesexundsoweiter «Deine Sexualität – deine Rechte» die sexuellen Rechte ins Zentrum, wie sie in der Declaration of Sexual Rights der World Association for Sexual Health (WAS) festgehalten sind. Auf vier Plakaten wurden die sexuellen Rechte auf Bildung, Gleichstellung, körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung thematisiert. Liebesexundsoweiter setzt sich dafür ein, dass diese Rechte für alle zugänglich und sichtbar sind, denn trotz gesetzlicher Grundlagen wie dem Gleichstellungsgesetz bleibt sexualisierte Gewalt und Diskriminierung ein aktuelles Problem. Deshalb wurden diese Themen mit der Kampagne gezielt ins öffentliche Bewusstsein gebracht.
Vera Studach
Leiterin liebesexundsoweiter