Jahresbericht 2025
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Infodrog ist die vom Bundesamt für Gesundheit BAG eingesetzte nationale Koordinations- und Fach-stelle Sucht mit der gesetzlichen Grundlage des Betäubungsmittelgesetzes. Sie setzt sich für die Um-setzung der 4-Säulen-Suchtpolitik ein. Im Austausch und in der Zusammenarbeit mit unterschiedli-chen Anspruchsgruppen fördert Infodrog die Vielfalt, Zugänglichkeit, Durchlässigkeit, Koordination und Qualität unterschiedlicher Präventions-, Beratungs-, Therapie- und Schadensminderungsangebo-te. Mit fachlich fundierter und qualitativ hochwertiger Dokumentation und Information unterstützt In-fodrog Expertinnen und Experten, Fachstellen, Behörden und Institutionen bedarfs- und zielgerichtet in ihrem Engagement im Umgang mit Menschen mit Suchtproblemen.
Dank neuer Mandate konnte 2025 die Auftragslage trotz Budgetkürzungen des Bundes stabil gehal-ten werden. So erhielt Infodrog gemeinsam mit der Krebsliga Schweiz den Zuschlag des Tabakprä-ventionsfonds für die Bewirtschaftung und Weiterentwicklung der Website Stopsmoking.ch. Zu-dem ermöglicht ein neues Kantonsmandat die Stärkung der Spielsuchtberatung auf SafeZone.ch.
Im Auftrag des BAG beobachtete Infodrog die Risiken neuer, gefährlicher psychoaktiver Substanzen in der Schweiz. Dafür wurden zwei Arbeitsgruppen geschaffen. Infodrog fungiert neu als Meldestelle und veröffentlichte 2025 den ersten Lagebericht mit Fokus auf hochpotente synthetische Opioide.

Die Digitalisierung blieb ein Schwerpunkt: Für SafeZone.ch wurde ein KI Chatbot entwickelt und erfolgreich getestet. Dieser wird 2026 online geschaltet.
Um konsumierende Jugendliche zu erreichen, wurden Social Media Kampagnen wie VapeCheck so-wie das Pilotprojekt Knowyourchoice.ch umgesetzt. Dessen Evaluation zeigt, dass über TikTok-Kampagnen, Filme und Schulungen zahlreiche Jugendliche erreicht wurden.
Die von Infodrog organisierte, nationale Housing First Fachtagung war erneut rasch ausgebucht und brachte Fachpersonen aus der ganzen Schweiz zusammen, die sich mit der Verbesserung des Zu-gangs zu niederschwelligem Wohnen für Menschen mit Suchtproblemen befassten.
Franziska Eckmann
Leiterin Infodrog