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SchoolMatters




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3. November 2021

09 Suizidalität und die Rolle der Schule

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9.1 Jugendsuizid: Zahlen und Fakten

Bei den unter 15-Jährigen ist der vollendete Suizid ein äusserst seltenes Ereignis und beschränkt sich in der Schweiz auf wenige Fälle pro Jahr. Bei den 15- bis 18-Jährigen zählt die Schweiz seit längerer Zeit etwa 30 Suizide pro Jahr, Suizid ist damit in dieser Alterskategorie die häufigste Todesursache, wobei die Zahlen von Jahr zu Jahr sowie von Kanton zu Kanton recht variieren. Bei den 19- bis 25-Jährigen sind es doppelt so viele Suizide pro Jahr. Das heisst, jede Woche begehen in der Schweiz zwei Jugendliche beziehungsweise junge Erwachsene Suizid. Die Zahl der Suizidversuche ist 10- bis 20-Mal höher. Knaben sterben häufiger an Suizidversuchen, während Mädchen öfters versuchen, sich das Leben zu nehmen, den Versuch aber überleben. Möglicher Grund dafür ist, dass Mädchen eher dazu tendieren, ihre Lebenskrise zum Ausdruck zu bringen (z.B. durch Selbstverletzung), während Knaben eher versuchen, es mit sich selbst auszumachen, bis es oft zu spät ist [1].

Beweggründe für Suizid(-gedanken) können vielfältig sein. Diejenigen, die bereits einen Suizidversuch unternommen haben, sind stärker suizidgefährdet. Ebenso stärker suizidgefährdet sind Jugendliche mit einer LGBT+- Orientierung.

Weitere Zahlen und Fakten finden Sie u.a. hier:

1    Berger (2019)
2    feel-ok.ch (o.J.)