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17. Juni 2021 | Simone Walker, RADIX Schweizerische Gesundheitsstiftung

07 Mobbing? – Nicht in unserer Schule!

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gemeinsam arbeiten
© Volksschulgemeinde Eschlikon

Kernaussagen

  • Mobbing betrifft nicht nur die Mobbenden und die Gemobbten. Mobbing lebt von der Gruppendynamik und ist ein kollektives Phänomen innerhalb einer Klasse, Gruppe oder Schule. Die Schüler*innen nehmen bei Mobbing eine bestimmte Rolle ein, dazu gehören u.a. auch die passiv Zuschauenden: «Man kann nicht nicht kommunizieren.» (Paul Watzlawick)
  • Es ist entscheidend, dass die Schule eine klare Haltung zeigt: Wir dulden kein Mobbing/Cybermobbing. Gibt es Anzeichen, stoppen wir den Prozess. Wir nehmen Vorfälle und Anliegen ernst und schreiten ein, auch ausserhalb der Schulzeit und dem Schulbereich, wenn es die Klasse/Schule betrifft (z.B. Schulweg, Klassenchat). Dazu sollten alle Schulbeteiligten am gleichen Strick ziehen, für Anzeichen von Mobbing sensibilisiert sein und wissen, wie sie handeln können und sollen.
  • Gute Beziehungen und eine Schul- und Klassenkultur, in der sich alle wohlfühlen, sind zentral zur Vorbeugung und Früherkennung von Mobbing.
  • Neben einem motivierenden und richtungsweisenden Führungsstil der Schulleitung sind auch strukturelle Rahmenbedingungen z.B. für den Austausch und Gespräche zwischen den Schulakteur*innen, Schüler*innen, Eltern/Erziehungsberechtigten bedeutsam.
  • Für die Lösung einer Mobbingsituation ist die Art der Intervention entscheidend. Die Schule und ihre Schulakteur*innen sollen gut informiert sein und wissen, wie man die Schüler*innen bei einem Mobbingvorfall oder -verdacht unterstützen kann. Gruppeninterventionen werden bevorzugt.
  • Es ist von grossem Vorteil, einen Handlungsleitfaden mit klarer Rollenklärung der Schulakteur*innen (Schulsozialarbeit, schulpsychologischer Dienst etc.) in der Schulstruktur zu implementieren und externe Anlaufstellen für die eigene Schule zu definieren (Schulpsychologische Dienste, regionale KESB, Jugenddienst Kantonspolizei etc.).
  • Je mehr Personen und Instanzen gemeinsam gegen Mobbing arbeiten, desto effizienter ist die Arbeit und desto näher kommt man an das Idealziel des mobbingfreien Schulalltags heran.

MindMatters-Schulen stehen die Vertiefungsmodule für den Unterricht zu «Freund*innen finden, behalten und dazugehören - Förderung der Resilienz in der Schule» sowie «Mobbing? Nicht an unserer Schule! – Prävention und Handlungsstrategien» zur Verfügung.

Informationen unter www.mindmatters.ch/kontakt