Preis 2020: Aus jeder Sprachregion eine Preisträgerin
Schweizweit haben sich 28 Gemeinden und 10 Städte für den Preis «Gesunde Gemeinde» bzw. «Gesunde Stadt» beworben. Nach Prüfung durch die vier regionalen Fachjurys wurden 7 Eingaben für den Preis nominiert. Die nationale Jury wählte daraus die vier Preisträger aus: Sion (VS), Mendrisio (TI), Horgen (ZH) sowie die Region Engiadina Bassa (GR). Nominiert waren zudem die Region Sursee (LU), Saint-Sulpice (VD) sowie Biel (BE).
Das Preisgeld von Fr. 5000.- pro Preisträger wird von Gesundheitsförderung Schweiz gestiftet. Es muss von den ausgezeichneten Gemeinden und Städten für gesundheitsfördernde Massnahen eingesetzt werden.
Vorgesehen war, dass die Preisverleihung 2020 im Rahmen des schweizerischen Städtetages am 27. August in Thun stattfindet. Aufgrund von Covid-19 musste diese Tagung leider abgesagt werden. Ziel des Preises ist es, nachahmenswerte Beispiele kommunaler Gesundheitsförderung landesweit bekannt zu machen und zu würdigen. Um dieses Ziel trotzdem zu erreichen, haben alle Trägerorganisationen des Preises über ihre jeweiligen Informationskanäle über die Preisverleihung kommuniziert.
Preisträger
Ganzheitliche und nachhaltige politische Bildung bei Kindern und Jugendlichen
Seit 2017 fanden in Horgen zwei Jugend-Sessionen und eine Kinder-Session statt. Dabei konnten die Kinder und Jugendlichen ihr Horgen in einer altersgerechten Form mitgestalten. Aus diesen Sessionen wurden bereits 10 Postulate dem Gemeinderat übergeben. Verschiedene Anliegen wurden seither umgesetzt z. B. Grillstellen am Seeufer, Teeni-Treff in der Zivilschutzanlage, Neugestaltung einer Unterführung, Day-Sport-Angebot am Sonntag.
Weitere Informationen: roland.pfenninger@horgen.ch
Gemeinsam handeln im Unterengadin
Samnaun, Valsot, Scuol und Zernez haben ein Projekt realisiert mit dem Ziel, die Selbstbestimmung, die Lebensqualität und die sozialen Kontakte der älteren Menschen zu erhalten und ihnen so zu ermöglichen, so lange wie möglich zu Hause zu wohnen. 2017 wurden Zukunftswerkstätten mit der älteren Bevölkerung durchgeführt. Arbeitsgruppen mit Senior/-innen und Behörden realisierten diverse Massnahmen (z.B. Fit/Gym-Gruppen, Tanznachmittage, geführte Wanderungen, regelmässige Mittagstische, Nachbarschaftshilfe).
Weitere Informationen: corsina.feuerstein@cseb.ch
DIXIT
DIXIT ist ein 2018 lanciertes Projekt zur Jugendförderung. Träger sind das Jugendamt
von Mendrisio und Radix Svizzera Italiana. In einer ersten Phase wurde mittels Peer-Forschung eine Bedürfnis- und Bedarfserhebung durchgeführt. Dabei haben ältere Jugendliche jüngere nach ihren Anliegen befragt. Auf Basis dieser Erhebung wurden verschiedene Massnahmen umgesetzt (z.B. Anpassung der Angebote des Jugendtreffs, Schulung von Jugendlichen in Peer-Coaching, Schaffung eines Skateparks).
Weitere Informationen: tiziana.madella@mendrisio.ch
Acclimatasion
Die Stadt Sitten realisieren seit 2018 einen Plan für nachhaltige Stadtentwicklung, um die Lebensqualität der Bevölkerung trotz der Klimaerwärmung zu erhalten. Die eingeleiteten Massnahmen fördern ein für die körperliche und psychische Gesundheit günstiges Lebensumfeld. Ziel ist es, die Raumplanung an die klimatischen Herausforderungen anzupassen und die Sensibilisierung der Bevölkerung und der verschiedenen Akteure in Sitten. Um dies zu erreichen wurde ein grosser Stadtpark geschaffen (400 m lang / für 1,4 ha), der der Erholung und Bewegung dient.
Weitere Informationen: v.kempf@sion.ch
Nominierte
Nominierte