Angebot

Naturnahe Spiel- und Pausenplätze

Kinder brauchen anregende Spiel- und Pausenplätze, um gemeinsam zu spielen, zu lernen, sich auszutauschen, sich auszutoben und zu erholen.

Förderung einer gesunden Entwicklung der Kinder

Naturnahe Spiel- und Pausenplätzen bieten ein grosses Potential für die Förderung einer gesunden Entwicklung der Kinder. Auf vielen Pausenplätzen gibt es jedoch immer noch unattraktive, technische Spielgeräte in eintönigen Umgebungen. Kinder brauchen anregende Spiel- und Pausenplätze um gemeinsam zu spielen, zu lernen, sich auszutauschen, sich auszutoben und zu erholen.

Daher unterstützt die Roger Federer Foundation die Verbreitung des Ansatzes der naturnahen Spiel- und Pausenplätze an Schweizer Schulen in Zusammenarbeit mit der Implementierungspartnerin RADIX, der Konzeptpartnerin Stiftung Naturama Aargau, sowie der wissenschaftlichen Partnerin Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaft. In einer ersten Phase erhalten 20 Schulen aus einem sozioökonomisch benachteiligten Umfeld finanzielle und fachliche Unterstützung. Sie werden bei der Umsetzung, dem partizipativen Prozess und der pädagogischen Nutzung begleitet und beraten.

Die Bewerbungsfrist für diese Phase ist abgelaufen. Um über eine allfällige zweite Phasen des Projekts informiert zu werden, abonnieren Sie unseren radixletter.

Kinder lernen spielend. Die Nutzung der Freiräume als Spiel-, Begegnungs- und Bewegungsräume ist von zentraler Bedeutung für das gesunde Aufwachsen von Kindern. Vor allem Kinder aus bildungsfernen Familien nutzen Gemeindezentren und Vereine zurückhaltend und weichen eher auf öffentliche Spielplätze aus. In der Schule haben alle Kinder gleichermassen Zugang und sie werden da abgeholt, wo sie sich treffen, spielen, lernen und gerne aufhalten. Kinder lernen personale und soziale Kompetenzen über Spiel, Bewegung und Kontakte. Hier können sie sich selbstbestimmt und ungestört aufhalten, eigene Erfahrungen sammeln und sich mit anderen Kindern austauschen. Dafür eignen sich Spiel- und Pausenplätze der eigenen Schule sehr gut.

Und vor allem in peri-urbanen und urbanen Zentren haben Kinder aber kaum mehr Berührung mit der Natur. Das Konzept der naturnahen Spiel- und Pausenplätze hat sich daher gut bewährt: Die Spiel- und Pausenplätze werden häufiger und kreativer genutzt. Auch kann eine höhere Anzahl Kinder gleichzeitig den naturnahen Erlebnisraum bespielen. Darüber hinaus können Lehrpersonen die Spiel- und Pausenplätze für die Umsetzung des Lehrplans 21 nutzen, insbesondere für die überfachlichen sowie BNE-Kompetenzen, aber auch in den Fachbereichen. Konzepte wie draussen unterrichten oder bewegter Unterricht werden unterstützt. Nicht zuletzt gibt es spannende Erfahrungen im Bereich der partizipativen Lebensraumgestaltung an Schulen, die für die Entstehung naturnaher Spiel- und Pausenplätze angewendet werden.

In Anlehnung an ProJuventute:

  1. Spielräume sind naturnah gestaltet: Mit naturnahen Elementen entstehen Spiel- und Pausenplätze, die den Kindern die Natur näherbringen, freies Spiel ermöglichen, die Phantasie und Kreativität anregen. Zudem tragen unversiegelte Flächen, Regenwassermanagement und der Verzicht auf wärmespeichernde Materialien zu günstigen lokalklimatischen Verhältnissen bei.

  2. Spielräume sind vernetzt: Die Spiel- und Pausenplätze sind integriert in das Spiel- und Bewegungsangebot der Gemeinde und sind Treff- und Aufenthaltsort für Kinder aller Altersstufen. Sie sind beispielsweise in den Schulweg integriert, grenzen an Strassen, Sportplätze, Gärten, aber auch an öffentliche Grünanlagen und sind auch ausserhalb der Schulzeiten zugänglich.

  3. Spielräume sind multifunktional: Multifunktionalität ermöglicht vielfältige Bewegung. Die Spiel- und Pausenplätze laden zum Klettern, Schwingen, Balancieren, Verstecken, aber auch zum Entdecken und Erleben ein. Bereits kleine Kinder können selbständig spielen und Erfahrungen sammeln. Der naturnahe Spiel- und Pausenplatz unterstützt den Unterricht draussen und das Lernen in Bewegung.

  4. Spielräume sind attraktiv für alle: Besitzt ein Spielraum eine Mischung aus natürlichen, mobilen Elementen und Materialien (z.B. Holz, Sand, Steine, Wasser) und statische Elemente (wie eine Vogelnestschaukel, Balancier-Baumstämme, Rutschbahn), lädt er zum Verweilen, Gestalten, Bewegen und Begegnen ein. Je vielfältiger ein Spielraum gestaltet ist, desto breiter ist die Nutzergruppe. Die Spielräume sind sicher und auch für Kinder mit motorischen Einschränkungen zugänglich.

  5. Spielräume zeigen Atmosphäre und stiften Identität: Eine grüne Atmosphäre und ein authentischer Charakter des Spiel- und Pausenplatzes fördern die Identität der Kinder und Familien zur Schule und Gemeinde. Naturnahe Spiel- und Pausenplätze bieten ideale Voraussetzungen für eine erholsame und anregende Atmosphäre.

  6. Spielräume werden partizipativ gestaltet und sind veränderbar: Partizipation der Kinder und Eltern vor, während und nach der Umsetzung / beim Unterhalt und der Weiterentwicklung ist zentral. Veränderbare Materialien wie Holzelemente, Erde oder Steine animieren zudem das kreative, freie Spiel. Rundkies, Holzschnitzel oder Sand bieten als Fallschutzmaterialien zusätzliche Spielgelegenheiten.

  7. Spielräume auf dem Pausenplatz unterstützen den Unterricht: Mindestens eine Komponente des naturnahen Aussenraumes kann für die Umweltbildung genutzt werden. Dies kann mittels eines Kräutergartens, einem Blumenbeet, Insektenhotelanlage oder ähnlichem geschehen. Dieser Aussenraum kann direkt in den Unterricht integriert werden.

 

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